Ich glaube, unsere Gesellschaft braucht einen Weckruf!
Als Leiter einer Perrera werde ich etwas mit Euch teilen ... einen Blick von "innen", wenn Ihr mir erlaubt
Zunächst an alle Züchter und Verkäufer von Hunden, Ihr solltet zumindest einen Tag in einer Perrera arbeiten. Wenn Ihr vielleicht den traurigen, verlorenen Blick in den Augen der Hunde seht, würdet Ihr Eure Meinung ändern und nicht an Menschen verkaufen, die Ihr gar nicht kennt. Gerade diese Welpen könnten am Ende in meiner Perrera landen, wenn sie nicht mehr die süßen Hundebabies sind. Wie würdet Ihr euch fühlen, wenn Ihr wüsstet, dass eine 90%ige Chance besteht, dass diese Hunde nie mehr aus dem Zwinger kommen, wenn sie erst einmal hier gelandet sind? 50% der Hunde, die hier abgegeben werden oder verirrt herum laufen, sind reinrassige Tiere.
Die häufigsten Ausreden, die ich höre, sind:
"Wir sind umgezogen, und ich kann unseren Hund / unsere Katze nicht mitnehmen." Wirklich? Wohin ziehen Sie denn und warum suchen Sie sich nicht eine Wohnung oder ein Haus, in dem sie mit ihrem Tier leben können?
"Der Hund wurde größer, als wir dachten." Und was dachten Sie denn, wie große ein deutscher Schäferhund wird????
"Ich habe keine Zeit mehr für das Tier." Wirklich? Ich arbeite 10 oder 12 Stunden am Tag und ich habe immer noch Zeit für meine 6 Hunde.
"Er zerstört meinen ganzen Garten." Also, warum haben Sie ihn nicht im Haus mit der Familie?
Dann sagen sie immer: "Wir wollen nicht nerven und darauf beharren, dass Sie ihm ein gutes Zuhause suchen, denn wir wissen, dass sie ihn adoptieren werden, er ist nämlich ein guter Hund." Das Traurige daran ist, dass Dein Haustier nicht adoptiert wird. Und weißt Du, wie stressig es in einem Zwinger ist? Nun, lass es mich Dir mal erklären:
Dein Tier hat 72 Stunden Zeit, eine neue Familie zu finden. Manchmal ein wenig länger, wenn die Zwinger nicht so voll sind und er völlig gesund bleibt. Wenn Dein Tier sich erkältet, stirbt es.
Die Katzen sehen ihrem sicheren Tod entgegen.
Dein Haustier wird in einen kleinen Käfig eingesperrt, umgeben vom lauten Bellen und Schreien von 25 anderen Tieren.
Dein Haustier wird weinen und deprimiert sein und auf seine Familie warten, die es verlassen hat. Wenn Dein Tier Glück hat und es genügend Freiwillige gibt, könnte es sein, dass es mal ausgeführt wird. Wenn nicht, wird
Dein Haustier keinerlei Aufmerksamkeit erhalten, abgesehen von einem Teller mit Fressen, welcher unter die Zwingertür geschoben wird und eine Dusche mit Wasser, um die Exkremente raus zu spülen.
Wenn Dein Hund groß und schwarz ist oder einer Kampfhundrasse (Pit Bull, Dogge ...) angehört, hast Du ihn in den sicheren Tod geführt in dem Augenblick, in dem Du mit ihm durch die Tür gekommen bist. Diese Hunde werden in der Regel nicht angenommen. Egal wie "süß" oder wie "trainiert" sie sind.
Wenn Dein Hund nicht in den 72 Stunden adoptiert wird und die Perrera voll ist, wird er sterben.
Wenn die Perrera nicht voll ist und Dein Hund attraktiv und süß ist, kann man möglicherweise seine Hinrichtung verzögern, aber nicht für lange.
Die meisten Hunde werden sofort umgebracht, wenn sie sich aggressiv zeigen, aber selbst der ruhigste Hund kann solch ein Verhalten zeigen, wenn er eingesperrt wird und die Veränderungen seines Umfeldes nicht verträgt.
Wenn Dein Hund sich mit Zwingerhusten infiziert (Canine infektiöse Tracheobronchitis) oder einer anderen Infektion der Atemwege, wird er unverzüglich getötet, einfach weil wir keine Ressourcen haben, um Therapien in Höhe von 150,-- € zu bezahlen.
Und nun möchte ich Euch etwas über die Euthanasie schreiben, für all die, die noch nie erlebt haben, wie ein vollkommen gesundes Tier umgebracht wird:
Als erstes werden die Hunde mit einer Leine aus ihrem Zwinger geholt, sie denken, dass sie spazieren gehen werden und wedeln mit dem Schwanz, bis wir in "den Raum" kommen, dort bremst jeder Hund ab. Ich bin davon überzeugt, dass sie den Tod und alle verlorenen Seelen riechen, die dort sterben mussten. Es ist seltsam, aber es passiert mit jedem von ihnen.
Dein Hund oder Deine Katze wird von 1-2 Menschen gehalten, je nachdem, wie nervös oder groß das Tier ist. Dann wird jemand von der Verwaltung oder ein Tierarzt den Sterbeprozess einleiten. Es wird eine Ader in ihrem Vorderbein gesucht und eine Dosis einer "pinken Substanz" injiziert. Hoffentlich ist Dein Haustier nicht scheu, wenn es von mehreren gehalten wird. Ich habe Hunde gesehen, die sich die Kanüle raus gerissen und in ihrem Blut gebadet haben, begleitet von lautem Weinen und Schreien. Viele schlafen nicht einfach ein, sie krampfen und ringen nach Luft und koten sich ein.
Wenn alles fertig ist, wird Dein Tier wie ein Stück Holz gestapelt auf die anderen Hunde, die schon in der Gefriertruhe liegen, um darauf zu warten, wie Abfall abgeholt zu werden. Was passiert als nächstes? Wird es eingeäschert oder begraben? Wird es als Tierfutter verarbeitet? Du wirst es nicht erfahren, aber es war ja nur ein Tier und Du kannst Dir ja jederzeit ein Neues holen, richtig?
Ich hoffe, wenn Du bis hierher gelesen hast, dass sich Deine Augen getrübt haben und Dir die Bilder nicht aus dem Kopf gehen, denn ich sehe sie jeden Tag wenn ich nach Hause komme von der Arbeit.
Ich hasse meinen Job, ich hasse es, dass es ihn überhaupt gibt, und ich hasse es zu wissen, dass es ihn weiterhin geben wird, wenn Ihr Euch nicht ändert.
Zwischen 9 und 11 Millionen Tiere sterben weltweit jeden Tag in den Perreras! Nur Du kannst das stoppen! Ich mache alles Mögliche, um jedes Leben zu retten, aber die Tierheime sind immer voll und jeden Tag gibt es mehr Tiere, die rein kommen als die, die raus dürfen.
Bitte züchte oder kaufe nicht, solange Hunde in den Perreras sterben!
Hasse mich, wenn Du möchtest. Die Wahrheit tut immer weh, und das ist nun mal die Realität. Ich hoffe nur, dass ich mit diesem Brief die Menschen erreichen kann, die züchten, ihre Tiere aussetzen oder wahllos kaufen.
Ich wünschte, jemand würde zu mir auf die Arbeit kommen und sagen: "Ich habe ihren Brief gelesen und möchte ein Tier adoptieren". Dann hätte sich alles gelohnt.
Bitte, wenn Du möchtest, dass sich das ändert, verteile meinen Brief großzügig.
Jazz M. Onster.
Quelle: Tierschutz ohne Grenzen
Dienstag, 3. April 2012
Mittwoch, 21. März 2012
Der Dt Tierschutzbund antwortet auf meine Frage wegen Erziehungshalsband
Sehr geehrte Frau Czaplinski !
wir danken Ihnen für Ihr Schreiben vom 13.07.2011 und Ihre Sorge um die Hunde.
Der Deutsche Tierschutzbund beschäftigt sich mit dem Thema „hundegerechte Halsbänder“ schon seit langem. Solche Würgehalsbänder, wie das dargestellte, üben ebenso wie sehr schmale Lederhalsbänder einen permanenten und starken Druck auf den mittleren Teil des Halses aus, an dem relativ ungeschützt die Luftröhre, zwei große Blutgefäße (Hauptschlagader, Drosselvene) sowie zwei lebenswichtige Nerven (Nervus vagus, Sympathicus) verlaufen. Ein kurzes, ruckartiges Ziehen kann die Halswirbelsäule des Tieres schädigen, insbesondere bei Hunderassen die für eine Erkrankung der Wirbelsäule eine erbliche Veranlagung haben (z. B. Dobermann, Beagle, Basset).
Außerdem ist es nicht möglich, einem stark an der Leine ziehenden Hund durch ein solches Halsband Leinenführigkeit beizubringen. Der Hund reagiert auf den permanent starken Druck am Hals mit Gegendruck. Leinenführigkeit ist nur dadurch zu erreichen, dass der Hundehalter seinen Hund in dem Augenblick, an dem er nicht an der Leine zieht, durch Lob motiviert.
Das Tierschutzgesetz verbietet in § 3 Nr. 5 denn auch „ein Tier auszubilden oder zu trainieren, sofern damit erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden für das Tier verbunden sind“. Um aus dem Einsatz eines Würgehalsbandes, wie es das aufgezeigte Halsband offensichtlich ist, in der Hundeausbildung aber einen Verstoß gegen dieses Verbot abzuleiten, müsste nachgewiesen werden, dass dem Hund erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden bei einem Einsatz desselben entstanden sind. Für ein grundsätzliches Verbot des Einsatzes von Würgehalsbändern reicht dies leider nicht aus, was auch wir sehr bedauern. Es gibt jedoch bereits Gerichtsurteile, wonach in Einzelfällen eben dieser Nachweis erbracht wurde und die Anwender solcher Würgebänder zu Geldbußen verurteilt wurden (s. a. OLG Hamm NStZ 1985, 275).
Solange ein Verbot nicht generell durchzusetzen ist, rät der Deutsche Tierschutzbund Hundehaltern dringend die Verwendung von einfachen, breiten Lederhalsbändern, da diese den Druck auf den Hundehals gleichmäßiger verteilen als die oben genannten Halsbänder bzw. die Verwendung von gut sitzenden Brustgeschirren, die nicht einschneiden.
Wir bedauern, dass wir in dem von Ihnen angesprochenen Fall nicht tätig werden können.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Steffi Märke
Fachkoordination
Deutscher Tierschutzbund e.V.
Baumschulallee 15
53115 Bonn
Fon: +49 (228) 60496-0
Fax: +49 (228) 60496-40
http://www.tierschutzbund.de/
Sprühhalsbänder in der Hundeerzziehung
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| Sprühhalsband ?? ich brauche sowas nicht |
Köpfchen statt Knöpfchen......das gilt auch für die viel gepriesenen Sprühhalsbänder, die in verschiedenen Ausführungen den Markt erobert haben.
Spätestens seit uns Hundenanny Katja Geb-Mann allwöchentlich im deutschen Fernsehen vorführt, wie jeder Hund, ganz gleich welches Problem er seinen Haltern vermeintlich oder tatsächlich bereitet, mit Einsatz einer Fernbedienung in das Verhalten gepresst werden kann, das Herrchen oder Frauchen beliebt, finden die Halsbänder, die einen angeblich völlig harmlosen Spraystoß von sich geben, steigenden Absatz.
Doch schon der gesunde Menschenverstand lässt einen aufhorchen, wenn Hersteller und Anwender behaupten, dass der jederzeit auszulösende Sprühstoß für den Hund „gar nicht schlimm“ sei.
Da fragt man sich doch selbst nach nur kurzem Nachdenken, wie es denn möglich sein soll, instinktive, genetisch fixierte Verhaltensweisen wie zum Beispiel das Jagdverhalten durch etwas zu unterdrücken, das dem Hund gar nichts ausmacht?!
Dem Hundehalter wird generös angeboten, das Gerät doch selbst mal in die Hand zu nehmen oder um den Hals zu legen, während der Trainer den Auslöser betätigt... und tatsächlich, so schlimm war das doch gar nicht. Ein kurzes „Zischhhh“ mit etwas feucht-kalter Luft. „Ja“, bestätigt der überzeugte Hundehalter, „das war gar nicht schlimm.“
Was Hersteller und Trainer jedoch geflissentlich verschweigen (aus Unwissenheit oder in betrügerischer Absicht?!), ist die Tatsache, dass plötzlich auftretende, nicht eindeutig zuzuordnende Zischlaute beim Hund als Angst auslösende, sogar lebensbedrohliche Laute abgespeichert sind, bei denen sofort die Flucht ergriffen werden muss.
Jeder kennt den Anblick eines Hundes, der sich selbst im Körbchen `zig mal um die eigene Achse dreht, bevor er sich schließlich gemütlich niederlegt. Es handelt sich bei dieser Verhaltensweise um ein Erbe aus den Zeiten, in denen der Hund noch weitgehend draußen in Freiheit lebte. Bevor er sich hinlegte, drehte er sich mehrfach im Gras oder Laub, um die ausgesuchte Liegestelle als ungefährlich abzusichern. Sollte beim Drehen ein Zischlaut (zum Beispiel von einer Schlange) zu hören sein, würde er sich durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen.
Biologisch sinnvoll... und diesen genetisch fixierten, Angst auslösenden Zischlaut bringen wir Menschen nun in den unmittelbaren Kopfbereich des Hundes! Und drücken vielleicht gleich mehrfach das Auslöseknöpfchen, worauf der Hund ganz leicht nicht nur in Angst, sondern sogar in Panik versetzt werden kann – ohne die Möglichkeit, sich durch die Flucht zur retten!
Eigentlich ist dieser Umstand allein schon Grund genug, niemals zu erlauben, dass einem uns anvertrauten Lebewesen ein solches Gerät angetan (im wahrsten Sinne des Wortes!) wird.
Es gibt aber noch mehr Probleme:
Der Hund weiß nie, wann und vor allem warum der Sprühstop ausgelöst wird, befindet sich also in ständiger Erwartungsunsicherheit.
Wer wissen möchte, wie sich das anfühlt, dem empfehle ich folgendes Eigenexperiment, das nicht in Anwesenheit eines Hundes durchgeführt werden sollte, damit dieser nicht unnötig verunsichert wird: Bitten Sie ein Familienmitglied oder einen Freund, Sie wirklich stark zu erschrecken, zum Beispiel durch einen lauten Schrei oder dadurch, dass er plötzlich die Stereoanlage zu voller Lautstärke aufdreht oder zwei Töpfe aufeinander schlägt, wenn Sie gerade überhaupt nicht damit rechnen, sich zum Beispiel entspannt im Sessel zurücklehnen oder gerade mit Freunden Karten spielen. Das Experiment sollte mindestens mehrere Stunden, am besten ein oder zwei Tage dauern und der Schreckreiz sollte in dieser Zeit mehrfach ausgelöst werden – ohne dass Sie wissen, wann dies sein wird. Sie werden merken, dass der eigentliche Reiz, wenn er dann endlich auftritt, bei weitem nicht so schlimm zu ertragen ist, wie die zermürbende Warterei auf ihn. Obwohl man ihn fürchtet, wünscht man ihn schon beinahe herbei in der Hoffnung, dann wieder eine Weile Ruhe zu haben, was aber nicht so ist, da er kurz nach dem Auftreten ein zweites oder drittes Mal ausgelöst wird und dann wieder stundenlang gar nicht, ganz wie es Ihrem Helfer beliebt. Keine angenehme Vorstellung, nicht wahr?!
Aber es gibt noch weitere Probleme:
Gleich mehrere ergeben sich aus der Tatsache, dass Hunde über gedankliche Verknüpfung lernen. Trägt der Hund das Halsband und erhält den Sprühstoß, wenn er zum Beispiel auf mehrfachen Zuruf nicht kommt, so möchte der Mensch ihm damit zeigen, dass er dafür mit Schreckreiz bestraft wird, dass er ungehorsam ist. Es kann aber gut sein, dass er in genau diesem Moment zu einem kleinen Kind, einem Jogger oder einem anderen Hund schaut – und den Strafreiz damit verbindet. Das Ergebnis ist dann ein Hund, der noch immer nicht besser auf Abruf reagiert, dafür aber Ängste, evtl. sogar durch die Angst ausgelöste Aggressionen, gegen das entwickelt, was er gerade sah. Die Hundehalter sind dann ratlos, weil ihr Hund „plötzlich“ kleine Kinder meidet oder Jogger anknurrt, mit denen er doch bisher bestens auskam.
Viele solcher Beispiele finden sich in meiner Hundeschule ein, erst kürzlich ein Rhodesian Ridgeback Rüde, dessen Sprühhalsband immer ausgelöst wurde, wenn er zum Wildern durchbrennen wollte. Bei diesen Spaziergängen war allerdings auch immer seine Gefährtin, der Zweithund der Familie, anwesend. Die Halter kamen nun nicht wegen des unerwünschten Jagdverhaltens zu mir in die Hundeschule, mit dem sie sich inzwischen abgefunden hatten, sondern weil der Rüde seit Wochen die Nähe der Hündin mied. Immer wenn diese den Raum betrat oder sich, so wie früher, zu ihm kuscheln wollte, verließ er mit ängstlichem Gesichtsausdruck das Zimmer und das konnte man sich nicht erklären... Was hatte man diesen beiden Hunden angetan! Welche Gefühle wurden in den Tieren ausgelöst?! Der Rüde hatte nun Angst vor seiner Gefährtin, die er früher heiß und innig liebte, während diese nicht verstehen konnte, weshalb er, der vorher immer leidenschaftlich mit ihr spielte und tobte, sie jetzt mied. Die gleiche Trainerin, die den Einsatz des Sprühhalsbandes empfohlen hatte, empfahl jetzt übrigens, einen der Hunde abzugeben, weil die Tiere sich unterschiedlich entwickelt hätten und einfach nicht mehr gut zueinander passen würden. Die Ängste des Rüden erklärte sie über die angeblich dominante Ausstrahlung der Hündin. Man könnte weinen, wenn man Hunden mit einem solchen Schicksal gegenüber steht – oder es packt einen einfach nur die Wut.
Die Probleme gehen noch weiter, denn nichts generalisiert sich bei Hunden so schnell, wie Geräuschangst. Nicht nur dieser Rüde, sondern auch zahlreiche andere Hunde entwickeln nach Einsatz des Sprühhalsbandes Ängste vor allen möglichen Geräuschen. Das Öffnen einer kohlesäurehaltigen Getränkeflasche, das Zischen von heißem Fett in der Pfanne, Knall- und Schussgeräusche, die dem Hund vorher egal waren, versetzen ihn jetzt in Angst und Schrecken. Der oben erwähnte Ridgeback Rüde zum Beispiel verzog sich mit eingezogener Rute unter den Tisch des Besprechungsraums, als ich eine Wasserflasche öffnete. Dies tat ich nicht, weil ich Durst hatte – trauriger Weise gehört es inzwischen schon fast zum Standardprogramm beim ersten Kennenlernen und Analysieren eines mir vorgestellten Hundes auszutesten, ob er schon mit Sprühhalsband gearbeitet wurde und welche Wunden dies an seiner Seele hinterlassen hat. Die Halterin war auch sehr erstaunt, als ich ihr nach dem „Flaschentest“ auf den Kopf zusagte, dass an ihrem Hund sicher schon mit Sprühhalsband gearbeitet worden war. Das wollte sie mir eigentlich gar nicht erzählen, weil sie schon gehört hatte, dass ich gegen den Einsatz dieser Geräte bin. Nachdem ich sie auf die Reaktion ihres Hundes hingewiesen hatte, war sie sehr betroffen. Und wütend, nachdem ich ihr erklärte, weshalb ihr Rüde jetzt Angst vor der Hündin und vor allen möglichen Geräuschen hatte. Wütend auf die Trainerin, die sie auf diese „unerwünschten Nebenwirkungen“ nicht aufmerksam gemacht, sondern immer erklärt hatte, wie harmlos der Einsatz des Gerätes sei. Für mich stellt sich die Frage, ob Kollegen, die es einsetzen, um diese Nebenwirkungen nicht wissen, oder ob sie diese bewusst verschweigen, weil kaum jemand bereit wäre, den Einsatz zu erlauben, wenn sie bekannt wären. Und ich stelle mir die Frage, was von beiden eigentlich schlimmer ist...
Last not least gibt es Probleme mit der Technik. Es soll schon vorgekommen sein, dass das Gerät durch andere Funkfrequenzen oder sogar die Fernbedienung eines in der Nähe befindlichen Halsbandes an einem anderen Hund ausgelöst wurde. Der Strafreiz wird dann also einem Hund verabreicht, der einfach nur herumsteht oder gerade spielt oder sonst etwas tut. Das steigert die Erwartungsunsicherheit natürlich noch mehr und erhöht die Trefferquote auf Fehlverknüpfungen immens. Zusätzlich löst es nicht immer zuverlässig aus, kann zum Beispiel durch Wetterlagen mit feuchter Luft (Nebel, Regen) verzögert oder gar nicht reagieren. Schließlich zeigt es auch nicht an, wann die Batterie leer ist, wodurch es passieren kann, dass der Auslöser gedrückt wird und nichts geschieht. Dann käme man durch das Ausbleiben des Strafreizes (wenn der Hund denn überhaupt verstanden hätte, wofür er eigentlich bestraft werden soll) in den Bereich der variablen Bestätigung, was das unerwünschte Verhalten sogar noch verstärkt. Der Hund würde nämlich lernen, dass er das Verhalten nur immer wieder zeigen muss, bis er schließlich wieder zum Erfolg (in diesem Fall das Ausbleiben des Strafreizes und die erfolgreiche Durchführung des Verhaltens) kommt.
Man kann es also drehen und wenden, wie man will: Sprühhalsbänder sind ganz und gar nicht harmlos, im Gegenteil sogar sehr gefährlich. Manche Hunde werden durch sie so verunsichert, dass sie in die so genannte erlernte Hilflosigkeit fallen, was zur Folge hat, dass sie kaum noch Aktionen zeigen oder Handlungen anbieten, weil sie in ständiger Angst vor dem für sie unkalkulierbaren Strafreiz leben.
Um diesen Tieren – und ihren verzweifelten Haltern – zu helfen, braucht es ein meist lang angelegtes, gut durchdachtes Training, das den Hund aus dieser erlernten Hilflosigkeit und seinen vielfältigen Ängsten wieder herausholt.
Sprühhalsbänder gaukeln dem Hundehalter vor, mal eben schnell per Fernbedienung eine Lösung für vermeintliche oder tatsächlich entstandene Probleme zu haben.
Aber so einfach ist das nicht. Hunde sind uns anvertraute, fühlende und denkende Lebewesen, die nicht beliebig manipulierbar sind und deren Lernverhalten sich von dem unseren ganz erheblich unterscheidet.
Ich kann deshalb nur dringend empfehlen, jeden Ausrüstungsgegenstand und jede Methode, der/ die durch Hersteller oder Trainer empfohlen wird, vor Anwendung am Hund genau zu prüfen, sich gut zu informieren und im Zweifelsfall nach dem guten alten Motto zu entscheiden, das auch für unsere Hunde gelten sollte: Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu.
© Clarissa v. Reinhardt animal learn
P.S.: Hiermit lade ich alle Hundefreunde ein, bei der Verbreitung dieses Textes zu helfen. Ich erlaube als Autorin ausdrücklich, ihn (vollständig und unverändert und unter Nennung der Quelle) auf anderen Homepages zu veröffentlichen, auszudrucken und zu verteilen oder auf ihn hinzuweisen. Je mehr Menschen um die Tücken und Gefahren des Sprühhalsbandes wissen, je mehr Hunden bleibt dessen Anwendung – hoffentlich – erspart. Ein herzliches DANKE an jeden, der diesen Text weiter gibt!
http://www.animal-learn.de/Spruehhhalsbaender.php
Würger und Stachler in der Hundeerziehung
Würger und Stachler werden leider heute noch sehr gerne in der Hundeerziehung benutzt .
Der Hund ist ein Leinenreisser , er reagiert nicht auf den Besitzer , ist triebstark , also muss mit einem Hilfsmittel auf den Hund eingewirkt werden .
Wenn man aber bedenkt , das der Stachler eigendlich zum Schutz des Hundes " erfunden " wurde , fragt man sich , wer auf die Idee kam , dieses in der Hundeerziehung so zu benutzen das dem Hund Schmerz zugefügt wird .
Der Stachler hatte um ca 1921 die Aufgabe den Schutzhund vor Angriffen von fremden Personen oder Hunden zu schützen .
Der Stachler wurde mit den Stacheln nach aussen dem Hund umgelegt , also hatte das ganze einen Sinn .
Es ist meiner Meinung nach ein Irrglaube einen Hund mit Schmerzen erziehen zu können , denn sobald ein Tier Schmerz empfindet versucht es instinktiv diesem zu entrinnen , welches mit dem Stachler der mit den Krallen am Hundehals sitzt nicht funktionieren kann , also befindet sich der Hund in einem ewigen Teufelskreis dem zu entrinnen ,da er aber nicht dem entfliehen kann , wird er entweder früher oder später resignieren und sich dem Schmerz ergeben oder er wird aggressiver .
Stachler , bzw Hilfsmittel welche dem Hund Schaden und Schmerz zufügen sind lt Tierschutzgesetz verboten , und werden dennoch weiterhin auf vielen Hundeplätzen eingesetzt .
Leider müssen überwiegend Schäferhunde unter solchen Zwangsmitteln leiden .
Hier nochmal in Kurzform ,warum der Stachler und Würger in der Hundeerziehung absolut tabu sein sollten :
- Ein Hund sollte nicht mit Zwang erzogen werden , nur weil es der Halter verpennt hat dem Hund frühzeitig das vernünftige Gehen an der Leine beizubringen .
- 95% der Hunde gewöhnen sich an den Schmerz und ziehen trotdem fröhlich weiter
- der Schmerz von Stachler oder Würger verursacht oftmals aggressives Verhalten vom Hund
- Der Einsatz von Stachler verursacht Schmerzen beim Hund den er entfliehen will , also springt er in die Leine um dem zu entfliehen , bekommt aber ständig neue Schmerzen zugefügt
- Druck erzeugt immer Gegendruck , das wurde schon an Menschen ausprobiert .
Ich habe lieber einen Hund an der Leine der mir vertraut , und mich respektiert , und der nicht versucht mir und dem Schmerz zu entfliehen .
Fokko musste jahrelang mit einem Würger laufen , er hat immer versucht dem zu entfliehen , er kam aber aus dem Teufelskreis nicht raus .
Es hat fast 2 Jahre gedauert bis wir soviel Vertrauen aufbauen konnten , das er uns bedingunglos gefolgt ist , und das wurde nicht mit Zwang gemacht , sondern mit Liebe , Geduld und positiver Bestätigung .
Der Hund ist ein Leinenreisser , er reagiert nicht auf den Besitzer , ist triebstark , also muss mit einem Hilfsmittel auf den Hund eingewirkt werden .
Wenn man aber bedenkt , das der Stachler eigendlich zum Schutz des Hundes " erfunden " wurde , fragt man sich , wer auf die Idee kam , dieses in der Hundeerziehung so zu benutzen das dem Hund Schmerz zugefügt wird .
Der Stachler hatte um ca 1921 die Aufgabe den Schutzhund vor Angriffen von fremden Personen oder Hunden zu schützen .
Der Stachler wurde mit den Stacheln nach aussen dem Hund umgelegt , also hatte das ganze einen Sinn .
Es ist meiner Meinung nach ein Irrglaube einen Hund mit Schmerzen erziehen zu können , denn sobald ein Tier Schmerz empfindet versucht es instinktiv diesem zu entrinnen , welches mit dem Stachler der mit den Krallen am Hundehals sitzt nicht funktionieren kann , also befindet sich der Hund in einem ewigen Teufelskreis dem zu entrinnen ,da er aber nicht dem entfliehen kann , wird er entweder früher oder später resignieren und sich dem Schmerz ergeben oder er wird aggressiver .
Stachler , bzw Hilfsmittel welche dem Hund Schaden und Schmerz zufügen sind lt Tierschutzgesetz verboten , und werden dennoch weiterhin auf vielen Hundeplätzen eingesetzt .
Leider müssen überwiegend Schäferhunde unter solchen Zwangsmitteln leiden .
Hier nochmal in Kurzform ,warum der Stachler und Würger in der Hundeerziehung absolut tabu sein sollten :
- Ein Hund sollte nicht mit Zwang erzogen werden , nur weil es der Halter verpennt hat dem Hund frühzeitig das vernünftige Gehen an der Leine beizubringen .
- 95% der Hunde gewöhnen sich an den Schmerz und ziehen trotdem fröhlich weiter
- der Schmerz von Stachler oder Würger verursacht oftmals aggressives Verhalten vom Hund
- Der Einsatz von Stachler verursacht Schmerzen beim Hund den er entfliehen will , also springt er in die Leine um dem zu entfliehen , bekommt aber ständig neue Schmerzen zugefügt
- Druck erzeugt immer Gegendruck , das wurde schon an Menschen ausprobiert .
Ich habe lieber einen Hund an der Leine der mir vertraut , und mich respektiert , und der nicht versucht mir und dem Schmerz zu entfliehen .
Fokko musste jahrelang mit einem Würger laufen , er hat immer versucht dem zu entfliehen , er kam aber aus dem Teufelskreis nicht raus .
Es hat fast 2 Jahre gedauert bis wir soviel Vertrauen aufbauen konnten , das er uns bedingunglos gefolgt ist , und das wurde nicht mit Zwang gemacht , sondern mit Liebe , Geduld und positiver Bestätigung .
Sonntag, 27. November 2011
Fokko auf dem Weg nach China
Fokko mal wieder , manchmal zweifel ich ja an dem Kerl .
Wir waren eben die Morgenrunde ums Feld .
Die letzten Monate wurde richtig abgeholzt dort im Wald , überall liegen Stapel von Holzstämmen rum , eignen sich prima zum Leckerli verstecken .
Heute morgen waren zwei riesen grosse LKW im Wald , der eine holte Stämme aus dem Wald und der andere wartete zum Aufladen .
Der LKW der beladen werden sollte war ein Container , die Stämme werden nach China verschifft , und es war ein Arbeiter mit einem kleinen Hubwagen am Gange und räumte den Container leer .
An dem Container lehnte eine Rampe , sodass der Mann bequem hoch und runter fahren konnte .
Ich wollte nun gucken wie wir weiter gehen können , und sagte zu Fokko " hopp " direkt neben mir war ein Baumstuppen , da sehe ich wie Fokko schnurstracks , an einem ziemlich blöd guckenden Mann vorbei trabt , die Rampe hoch und sich brav in den Container setzt .
Der Mann fing so an zu lachen ,und musste seinen Kollegen noch dazu rufen , damit alle gucken konnten , wer da mit auf die grosse Reise wollte .
Ich habe ihn dann schnell wieder zu mir gerufen ,denn SO wollte ich das Hopp dann doch nicht haben , aber das ist Fokkos Problem , grosse Autos , Busse , Trecker , da muss er einfach gucken , ob da die Chance besteht , das er mal mitfahren darf .
Wir waren eben die Morgenrunde ums Feld .
Die letzten Monate wurde richtig abgeholzt dort im Wald , überall liegen Stapel von Holzstämmen rum , eignen sich prima zum Leckerli verstecken .
Heute morgen waren zwei riesen grosse LKW im Wald , der eine holte Stämme aus dem Wald und der andere wartete zum Aufladen .
Der LKW der beladen werden sollte war ein Container , die Stämme werden nach China verschifft , und es war ein Arbeiter mit einem kleinen Hubwagen am Gange und räumte den Container leer .
An dem Container lehnte eine Rampe , sodass der Mann bequem hoch und runter fahren konnte .
Ich wollte nun gucken wie wir weiter gehen können , und sagte zu Fokko " hopp " direkt neben mir war ein Baumstuppen , da sehe ich wie Fokko schnurstracks , an einem ziemlich blöd guckenden Mann vorbei trabt , die Rampe hoch und sich brav in den Container setzt .
Der Mann fing so an zu lachen ,und musste seinen Kollegen noch dazu rufen , damit alle gucken konnten , wer da mit auf die grosse Reise wollte .
Ich habe ihn dann schnell wieder zu mir gerufen ,denn SO wollte ich das Hopp dann doch nicht haben , aber das ist Fokkos Problem , grosse Autos , Busse , Trecker , da muss er einfach gucken , ob da die Chance besteht , das er mal mitfahren darf .
Montag, 24. Oktober 2011
Die Bedeutung des Hundes für den Menschen
Die Bedeutung des Hundes für den Menschen
Als Mutter Erde das jüngste Kind von ihr und Vater Sonne gebar, kamen alle älteren Kinder ans Kinderbett, um ihr neues Geschwisterchen zu begrüßen und zu bewundern. “Es heißt Mensch”, flüsterte die Mutter Erde ihren Kindern zu. “Es wird einst ein Paradies für uns alle da sein, doch bis dahin wird es noch viel lernen müssen und es wird uns allen viele Veränderungen bescheren. Damit es wachsen kann braucht es unsere und auch eure Hilfe.”
Die Kinder der Erde waren ganz hingerissen von diesem neuen Wesen und alle, die sie hier versammelt waren, boten dem Kind feierlich ihre ganz besonderen Kräfte an und stellten sich als Lehrer und Vorbilder zur Verfügung. Der Fels sprach: “Ich werde dem Kind Halt und Boden geben, es soll auf mir leben und in mir Schutz und Wohnung finden. Ich werde es nach und nach ins Geheimnis der Struktur und Form einweihen und es lehren, stabil und standfest zu werden.” Der Baum sprach: “Ich werde es lehren, die Schöpfungskraft der Erde und des Himmels zu vereinen und werde ihm mit meinem Holz und meinen Früchten zum leiblichen und seelischen Wohl dienen.” Der Büffel sprach: “Ich werde es mit meinem Körper ernähren und ihm Kraft und Wärme spenden, damit es wachsen und gedeihen kann.” Der Adler öffnete seine mächtigen Flügel und sprach: “Ich werde seinen Blick weit oben ins Licht tragen, damit es Vater Sonne ins Angesicht schauen kann und sich zu seinem Ebenbild entwickelt.”
So kam ein Lebewesen nach dem anderen und sie alle boten dem Kind ihre Hilfe und ihr Wissen an, denn sie alle liebten es. Ganz am Schluss kam der alte Wolf. Er blickte das noch kleine Geschöpf lange an und sprach : “Ich werde ihm ein Führer sein, werde ihm zeigen, wie es sich im Leben behaupten muss und wie es seinem Schicksalsplan weise folgen kann. Doch meine Lehre wird es erst in vielen Daseinsjahren annehmen können, bis dahin braucht es erst einen Freund, der ihm hilft, ihn tröstet, der es schützt und ihm die Liebe zu sich selber lehrt.”
Damit drehte er sich um und schaute lange stumm in sein Rudel. Er befahl einen verspielten, lebhaften jungen Wolf zu sich und sprach: “Du mein jüngster Sohn wirst die Aufgabe erhalten, diesem jüngsten Kind unserer großen Mutter Erde als treuer Freund zur Seite zu stehen. Begleite es treu und pass auf es auf. Es wird uns allen mit seiner Neugierde und Aufgewecktheit viel Ärger machen und es wird sich häufig selbst sehr weh tun. Dann, mein Sohn musst du es an sein Gutsein und Richtigsein erinnern, du musst ihm zeigen, dass wir, die älteren Geschwister, es immer lieben und uns freuen über sein Wachstum.” Der junge Wolf schaute seinen Vater ernst an und nickte: “Das will ich tun Vater.” Dann drehte er sich um und schaute auf das Menschenkind. Seine Augen wurden ganz sanft und weich und seine Rute wedelte kaum merklich. Die Mutter Erde flüsterte ihm ganz sanft zu: “Nun kleiner Wolf, wirst Du ewig im Bann des Menschen bleiben und Dein Volk verlassen. Du bist nun nicht mehr ein Wolf, ab heute sollst Du Hund genannt werden, was soviel bedeutet wie: “Der die wahre Freundschaft lehrt”.
Der Hund legte sich glücklich neben das Bett des Menschen nieder und seufzte tief. Diesen Platz hat er bis heute nicht verlassen.
(Aus "Tierisch gut" von Regula Meyer)
Als Mutter Erde das jüngste Kind von ihr und Vater Sonne gebar, kamen alle älteren Kinder ans Kinderbett, um ihr neues Geschwisterchen zu begrüßen und zu bewundern. “Es heißt Mensch”, flüsterte die Mutter Erde ihren Kindern zu. “Es wird einst ein Paradies für uns alle da sein, doch bis dahin wird es noch viel lernen müssen und es wird uns allen viele Veränderungen bescheren. Damit es wachsen kann braucht es unsere und auch eure Hilfe.”
Die Kinder der Erde waren ganz hingerissen von diesem neuen Wesen und alle, die sie hier versammelt waren, boten dem Kind feierlich ihre ganz besonderen Kräfte an und stellten sich als Lehrer und Vorbilder zur Verfügung. Der Fels sprach: “Ich werde dem Kind Halt und Boden geben, es soll auf mir leben und in mir Schutz und Wohnung finden. Ich werde es nach und nach ins Geheimnis der Struktur und Form einweihen und es lehren, stabil und standfest zu werden.” Der Baum sprach: “Ich werde es lehren, die Schöpfungskraft der Erde und des Himmels zu vereinen und werde ihm mit meinem Holz und meinen Früchten zum leiblichen und seelischen Wohl dienen.” Der Büffel sprach: “Ich werde es mit meinem Körper ernähren und ihm Kraft und Wärme spenden, damit es wachsen und gedeihen kann.” Der Adler öffnete seine mächtigen Flügel und sprach: “Ich werde seinen Blick weit oben ins Licht tragen, damit es Vater Sonne ins Angesicht schauen kann und sich zu seinem Ebenbild entwickelt.”
So kam ein Lebewesen nach dem anderen und sie alle boten dem Kind ihre Hilfe und ihr Wissen an, denn sie alle liebten es. Ganz am Schluss kam der alte Wolf. Er blickte das noch kleine Geschöpf lange an und sprach : “Ich werde ihm ein Führer sein, werde ihm zeigen, wie es sich im Leben behaupten muss und wie es seinem Schicksalsplan weise folgen kann. Doch meine Lehre wird es erst in vielen Daseinsjahren annehmen können, bis dahin braucht es erst einen Freund, der ihm hilft, ihn tröstet, der es schützt und ihm die Liebe zu sich selber lehrt.”
Damit drehte er sich um und schaute lange stumm in sein Rudel. Er befahl einen verspielten, lebhaften jungen Wolf zu sich und sprach: “Du mein jüngster Sohn wirst die Aufgabe erhalten, diesem jüngsten Kind unserer großen Mutter Erde als treuer Freund zur Seite zu stehen. Begleite es treu und pass auf es auf. Es wird uns allen mit seiner Neugierde und Aufgewecktheit viel Ärger machen und es wird sich häufig selbst sehr weh tun. Dann, mein Sohn musst du es an sein Gutsein und Richtigsein erinnern, du musst ihm zeigen, dass wir, die älteren Geschwister, es immer lieben und uns freuen über sein Wachstum.” Der junge Wolf schaute seinen Vater ernst an und nickte: “Das will ich tun Vater.” Dann drehte er sich um und schaute auf das Menschenkind. Seine Augen wurden ganz sanft und weich und seine Rute wedelte kaum merklich. Die Mutter Erde flüsterte ihm ganz sanft zu: “Nun kleiner Wolf, wirst Du ewig im Bann des Menschen bleiben und Dein Volk verlassen. Du bist nun nicht mehr ein Wolf, ab heute sollst Du Hund genannt werden, was soviel bedeutet wie: “Der die wahre Freundschaft lehrt”.
Der Hund legte sich glücklich neben das Bett des Menschen nieder und seufzte tief. Diesen Platz hat er bis heute nicht verlassen.
(Aus "Tierisch gut" von Regula Meyer)
Freitag, 30. September 2011
Rehagility --- es muss nicht immer alles schnell gehen
Da Fokko sehr gut auf die Physiotherapie ansprach , beschlossen wir mit ihm noch Rehagility zu machen .
Was ist Rehagilty , es ist Bewegungstherapie für Senioren und nicht mehr so mobile Hunde .
Es geht dort nichts nach Geschwindigkeit , auch wird keine Präzision gefordert , der Hund soll einfach die einzelnen Hundenisse nach seinem Tempo und nach seinem Können bewältigen .
Der Spass spielt dabei auch eine sehr grosse Rolle .
Es soll dabei eine koordinierte und konzentrierte Körper und Muskelspannung aufgebaut werden .
Wenn etwas nicht gleich auf Anhieb klappt , ist es nicht so schlimm , das nächste Mal wird es dann sicher klappen .
Bei einem Rehagility Parcour gibt es folgende " Hürden " zu bewältigen :
Über verschiedene Untergründe laufen :
Auf einem Wippebrett balancieren :
Über kleine Hürden steigen , ohne sie zu berühren , oder runter zu schmeissen :
Auf einem Trampolin sitzen oder stehen , um das Gleichgewicht zu schulen :
Pausen kommen natürlich auch nicht zu kurz , denn es ist doch ziemlich anstrengend .
Nicht weil das Hundi auf seine Bewegung achten muss , die Kopfarbeit wird dabei auch gefördert .
Rehagility macht einfach Spass , egal ob Hund oder Halter .
Auch hier kann ich wieder nur jedem empfehlen , der seinem älteren Hund etwas gutes tun möchte , Rehagility zu machen .
Euer Hund wird es euch danken
Und dort haben wir Rehagility gemacht :
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